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Beitrag der privaten Krankenversicherung

Wie setzt sich der Beitrag der privaten Krankenversicherung zusammen?

Der Umfang der Leistungen bestimmt einen großen Teil
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind detailliert geregelt. Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) stehen die Leistungen nicht fest. Vielmehr können die Leistungen individuell geregelt werden. Wenn Sie einfach nur den Schutz der gesetzlichen Versicherungen möchten, sind die Beiträge gering. Je mehr zusätzliche Leistungen in den Vertrag aufgenommen werden, desto höher steigen die monatlichen Beiträge. Daher schwankt die Beitragshöhe je nach vereinbarten Möglichkeiten. Dies gilt nicht nur für die zusätzlichen Versorgungen durch Heilpraktiker und Ähnliches.

Auch die herkömmlichen Leistungen können in verschiedenen Varianten vorhanden sein. Die meisten Versicherer bieten beispielsweise ein Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalten an. Hier können Beiträge gespart werden, wenn darauf verzichtet wird und die herkömmlichen Mehrbettzimmer beansprucht werden. Auch ein Verzicht auf die Behandlung durch den Chefarzt wirkt sich bei den monatlichen Beiträgen günstig aus.

Daraus resultiert, dass genau abgewogen werden muss, welche Leistungen wirklich notwendig sind. Ein Einzelzimmer ist in der Praxis beispielsweise inzwischen unüblich, da die Krankenhäuser auf Wirtschaftlichkeit achten müssen. Wenn Sie keinen Heilpraktiker besuchen möchten, dann sollte auch auf diesen Punkt verzichtet werden. Da nun weniger Leistungen beansprucht werden, sinkt der Beitrag teilweise erheblich.

Persönliche Voraussetzungen werden zum Risiko
Nicht nur die Leistungen sind für die Berechnung des Beitrags wichtig. Ein wesentlicher Punkt ist das persönliche Risiko. Grundlage für die Einschätzung dieses Risikos ist das Alter sowie der gesundheitliche Zustand. Zudem wird auch das Geschlecht bei der Berechnung berücksichtigt. Dies ist dadurch bedingt, dass mit steigendem Alter auch die gesundheitlichen Probleme zunehmen. Zugleich können bereits vorhandene gesundheitliche Probleme zukünftig zu sehr kostenintensiven Erkrankungen werden. Das Geschlecht ist deshalb relevant, da Frauen bedingt durch ihre längere Lebenszeit und verschiedene weitere Faktoren häufig höhere Krankheitskosten verursachen. Eine Ausnahme bildet hier die Schwangerschaft. Diese darf durch die Gleichstellung von Mann und Frau nicht mehr zu höheren Beiträgen führen.

Vorsorge für das Alter
Zudem gibt es noch einen weiteren Faktor, der für die Höhe der Beiträge verantwortlich ist. Es handelt sich dabei um die Altersrückstellungen. Diese müssen laut Gesetz gebildet werden und werden bei Eintritt in das Rentenalter berücksichtigt und mit den Beiträgen verrechnet. Da sich die Rücklagen auf das durchschnittliche Lebensalter beziehen, sinkt der Anteil am Beitrag, je jünger der Versicherte ist.

Die konkrete Berechnung des Beitrags
Insgesamt wird die Höhe des Beitrags daher von drei Bereichen beeinflusst (Auswahl der Leistungen, Risikofaktoren, Rücklagen). Diese werden über eine versicherungsmathematische Formel in einen konkreten Beitrag überführt. Daher ist der Beitrag immer individuell unterschiedlich. Gerade im Bezug auf die Auswahl der Leistungen kann die Beitragshöhe vom Versicherten aktiv mitgestaltet werden.