Private Krankenversicherung (PKV)
Was ist eine private Krankenversicherung?
Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Absicherung der Gesundheit. Die Versicherung erfolgt im Gegensatz zu der gesetzlichen Krankenversicherung bei privatrechtlichen Unternehmen. Diese Unternehmen bestehen aus Versicherungsgesellschaften, die häufig auf die Krankenversicherung spezialisiert sind. Gegenstand der Versicherung ist die Übernahme der Kosten, die durch eine medizinische oder psychologische Erkrankung entstehen. Auch die vorbeugende Diagnostik oder Therapie ist in diesem Rahmen abgesichert.

Arten der privaten Absicherung
Innerhalb der PKV können mehrere Arten unterschieden werden, die sich auf den Leistungsumfang beziehen. Die private Krankenvollversicherung übernimmt alle anfallenden Kosten für eine Behandlung oder für präventive Maßnahmen. Die private Teilversicherung übernimmt nur einen Anteil an den Krankenkosten. Hierbei handelt es sich sehr häufig um eine zusätzliche Versicherung, die für besondere Personengruppen angewendet wird, wie beispielsweise Beamte. Bei dieser Gruppe werden vom Arbeitgeber die Kosten für die ärztliche Versorgung zum Teil übernommen, so dass noch ergänzende Zahlungen zu leisten sind. Diese Ergänzungen werden dann von der privaten Krankenversicherung erstattet. Die dritte Variante ist die Zusatzversicherung. Hierbei handelt es sich um eine Ergänzung zu einer gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Zusatzversicherungen können für einzelne medizinische Bereiche abgeschlossen werden, wie beispielsweise für den Zahnersatz. Durch diese Versicherungsvariante ist es möglich, die Leistungen der gesetzlichen Versicherung bis zu einer Vollversorgung, die der privaten Versicherung entspricht, zu ergänzen.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Variante rechnet der Arzt nicht direkt mit dem Versicherer ab. Vielmehr stellt der Mediziner dem Patienten direkt eine Rechnung aus. Der Versicherte reicht diese dann bei seiner Versicherung ein und erhält nachträglich den Rechnungsbetrag per Überweisung.
Der Basistarif
Die PKV bietet mehrere Tarifvarianten an, die bezüglich der Ausgestaltung zwischen den Versicherern schwanken. Einziger gemeinsamer Tarif ist der Basistarif. Dieser entspricht in seinem Leistungsumfang den Versicherungsleistungen, wie sie auch bei der gesetzlichen Versicherung vorhanden sind. Darüber hinaus können die verschiedenen Tarife viele weitere zusätzliche Leistungen beinhalten.
Wer kann sich versichern und wie werden die Beiträge berechnet?
Im Gegensatz zu den Beiträgen zur gesetzlichen Versicherung handelt es sich bei den PKV-Tarifen nicht um einkommensabhängige Beiträge. Vielmehr sind sie einkommensunabhängig und verfügen daher über eine gleichbleibende Beitragshöhe. In der PKV kann sich jede Person versichern, die laut Gesetz nicht in der gesetzlichen Variante versichert sein muss. Die private Versicherung steht daher Freiberuflern und Selbstständigen unabhängig vom Einkommen sowie Arbeitnehmern mit einem Jahreseinkommen von über 49.500 Euro offen.



