Voraussetzungen für die Annahme in die private Krankenversicherung
Welche Voraussetzungen sind für die Aufnahme und dem Beitrag abhängig?
Während gesetzliche Versicherer jede Person versichern müssen, können private Krankenversicherer Bedingungen für den Abschluss einer Mitgliedschaft festlegen. Dadurch legen die Versicherer auch fest, dass nicht jede Person privat versichert werden kann. Zudem sind die Voraussetzungen auch dafür entscheidend, wie hoch der künftige Beitrag sein wird.
Der Versicherungsabschluss ist zunächst vom Alter sowie vom Geschlecht der Person abhängig. Weitere Faktoren sind Einkommen sowie Beruf. Der Vertrag umfasst auch die zu versichernden Leistungen, die in den verschiedenen Tarifen verfügbar sind. Ein wichtiges Kriterium ist zudem der Gesundheitszustand der Person zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Aufgrund dieser Faktoren entscheidet der Versicherer darüber, ob er die betreffende Person aufnimmt und zu welchen Konditionen er sie versichert.
Warum variiert der Beitrag?
Von diesen Angaben ist der Beitrag abhängig. Frauen sowie ältere Personen müssen einen höheren Beitrag leisten, als jüngere männliche Personen. Dies ist ein Resultat aus dem Umstand, dass nach Meinung der Versicherer Frauen und ältere Menschen höhere Krankenkosten verursachen. Dieser Umstand muss daher mit einem höheren Beitrag ausgeglichen werden. Daneben spielt der Beruf eine wesentliche Rolle. Je höher das Berufsrisiko ist, desto höher werden die Beiträge angesetzt. Daher hat ein Sachbearbeiter im Normalfall einen niedrigeren Beitrag als ein Profisportler.
Medizinische Vorgeschichte birgt für den Versicherer Risiken
Ähnliches gilt auch für Vorerkrankungen des Versicherungsnehmers. Handelt es sich um chronische Krankheiten, dann bedeutet dies für den Versicherer eine absehbare Mehrbelastung. Dadurch entsteht ihm zugleich ein höheres Risiko. Um das Risiko zu minimieren, hat er verschiedene Möglichkeiten. Gängigste Variante ist der Abschluss einer Risikoprämie, die den Mehraufwand teilweise deckt. Eine weitere Möglichkeit ist, vertraglich festzulegen, dass die Behandlung der bestehenden Erkrankung nicht von der Versicherung getragen wird. Daher muss der Patient dann die Kosten selbst tragen. In vielen Fällen tritt hier der Basistarif der Versicherung ein. Dieser beinhaltet Leistungen, die identisch mit der gesetzlichen Krankenkasse sind.
Zudem können verschiedene Lebensgewohnheiten oder körperliche Merkmale relevant sein. So ist bei Übergewicht zu erwarten, dass höhere Krankheitskosten anfallen. Gleiches gilt für Raucher. Daher steigt bei solchen Faktoren der Beitrag.
Liegen keine gravierenden Gründe wie ein kostenintensives chronisches Leiden vor, dann wird der Antrag in der Regel problemlos bewilligt.



